Foto: Limmerstraße – Blick nach Westen, um 1988

Ende der 1980er-Jahre, Blick auf die Limmerstraße von der (damals noch vorhandenen) Fußgängerbrücke über den Küchengarten zum Ihme-Zentrum.
Auf der rechten Seite sieht man noch den Depot-Supermarkt, davor befand sich viele Jahre eine typische Bratwurstbude, die eigentlich nur ein größerer Imbisswagen war. Hinter Depot war über mehrere Geschäfte verteilt die Firma Bienenkorb [1]. Hier gab es günstige Bekleidung für Frauen und Kinder, in einem extra Geschäft auch für Herren. Bemerkenswert war eine größere Spielwarenabteilung mit einem dazugehörigen Fenster zur Limmerstraße. Was habe ich mir da als Kind die Nase plattgedrückt! In der Adventszeit fuhr dort eine Eisenbahn durch die Auslage im Fenster und transportierte allerlei Interessantes für Kinder.
Auf der linken Seite die Commerzbank, daneben das Schuhgeschäft Kühn. Wer dort hereinkam, dem wurde zunächst ein Sitzplatz zugewiesen. Man äußerte seinen Wunsch, z.B. Lederschuh schwarz, Größe 42, und schon holte die Verkäuferin / der Verkäufer mehrere passende Paare im Karton aus dem Lager im Keller oder aus dem 1. OG herbei. Kam ein Paar in die engere Wahl, wurde einem dieses vom Personal angezogen. Selbst mir als Kind kam dieser Service zugute. Trotzdem waren dort – für damalige Verhältnisse – die Schuhe erstaunlich günstig. Gleich rechts neben dem Eingang stand der ältere Chef in Anzug und Krawatte und begrüßte freundlich jeden Kunden. Er stand hinter einer großen, alten Registrierkasse. Bezahlt wurde immer nur beim Chef.
Im nächsten Haus war viele Jahre ein Leihhaus ansässig. [3]
(SE)
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Angaben aus Adressbuch 1985
[1] Textilwaren Bienenkorb Fahrenbach KG, Textilwaren, Limmerstraße 6-8
[2] Am Anfang der Limmerstraße gab es das Schuhhaus am Küchengarten Heinrich Hänes, Limmerstraße 1.
[3] Leihhaus Max Lüngen, Inh. Günter Forster, Limmerstraße 3-5
Zum Spielwarengeschäft siehe auch Märklin-Prospekt von 1959. Das Spielwarengeschäft hieß damals noch Spielzeugkiste.
Ort: Limmerstraße






