Frachtbrief: Fritz Ahrberg G.m.b.H., 7.7.1950
Im Juli 1950 hat die Lindener Wurstfabrik Ahrberg einen Pappkasten mit Wurstwaren per Bahn nach St. Andreasberg geschickt. Adressat war das Hotel Bergmann.
Es wird mit dem Formular eine Nachwiegung auf dem Bestimmungsbahnhof beantragt.
Der Laufweg der Sendung ist mit den Stempeln von Hannover Hgbf, Göttingen, St. Andreasberg und dem Kleinbahnbahnhof St. Andreasberg Stadt dokumentiert. Dazu muss man wissen, dass zwischen der DB Station St. Andreasberg und der Stadt St. Andreasberg eine Kleinbahn verkehrte, die bis 1959 in Betrieb war.
Auf dem Stempel rechts oben ist deutlich Deutsche Reichsbahn zu lesen – auf einem Frachtbrief 1950 (!). Reichsadler mit Hakenkreuz sind unkenntlich gemacht. Ein Hinweis, dass hier 1950 noch alte Frachtbrief-Formulare benutzt wurden, ist auf der Rückseite unter den Bemerkungen (Abschnitt B, Nr.1) zu finden. Dort heißt es:
Für den Frachtvertrag gelten die Eisenbahn-Verkehrsordnung – im Verkehr zwischen Ostpreußen und dem übrigen Deutschland das mit Polen und der Freien Stadt Danzig abgeschlossenen Abkommen über den Durchgangsverkehr – und die in Betracht kommenden Tarife.
(JV)
Ort:






