Broschüre: Artur Sonnenberg – Ehrengrab für einen „Berufsverbrecher“, 2025
Beiträge zur Lindener Geschichte, Band 2
Auf dem Ricklinger Friedhof in Hannover gibt es mehrere Ehrengräber für Opfer des Nationalsozialismus. Eines davon ist das Grab von Artur Sonnenberg. Er wurde am 17.7.1900 in Oberlutter (heute ein Ortsteil von Königslutter) geboren und starb am 20.3.1942 im Konzentrationslager Sachsenhausen.
Den größten Teil seines Lebens verbrachte Artur Sonnenberg in Hannover-Linden, u.a. in der Velberstraße 15 und der Kaplanstraße 16. Seine letzte Adresse war Nieschlagstraße 30. Er machte eine Lehre als Schriftsetzer bei der Firma Fiedeler & Bayer in Hannover und arbeitete u. a. als Maschinist im Kraftwerk Ahlem und als Fräser bei der Zahnräderfabrik August Seegers in der Fössestraße nahe dem Lindener Hafen.
Aber Artur Sonnenberg wurde auch immer wieder verhaftet und wegen Einbruchs und Diebstahls insgesamt 15-mal zu Gefängnisstrafen verurteilt. Das führte dazu, dass er von den Nationalsozialisten als „Berufsverbrecher“ bezeichnet und ins Konzentrationslager eingesperrt wurde, wo er an den Folgen der Haft verstarb.
Die Broschüre von der Egon Kuhn Geschichtswerkstatt im Freizeitheim Linden zu Artur Sonnenberg zeichnet seinen Lebenslauf nach. Außerdem geht es um die Gesetzte und Verordnungen, die zu den sogenannten „Berufsverbrechern“ erlassen wurden, sowie um den langen Weg bis zu deren Anerkennung als Opfer des Nationalsozialismus.
(DH)
Anmerkung der Redaktion:
Mit dieser Broschüre über Artur Sonnenberg hat Doris Höft einen wichtigen Beitrag zu der Behandlung sogenannter „Berufsverbrecher“ in der NS-Zeit geliefert, einem bislang vernachlässigtem Thema. Die vollständige Broschüre ist zu beziehen über das Freizeitheim Linden.
Ort: Velberstraße 15 ; Kaplanstraße 16 ; Nieschlagstraße 30 ; Fössestraße 105 Personen: Sonnenberg, Artur; Sonnenberg, Hermann; Sonnenberg, Elfried, geb Weddige






