Ansichtskarte: Landheim der Humboldtschule in Ovelgönne, 1975

gelaufen 1975

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Das Landheim der Humboldtschule in Ovelgönne ist vielen Schülergenerationen noch in Erinnerung. Errichtet wurde es vom 1926 gegründeten Verein Landheim der Humboldtschule. In den letzten Kriegsjahren waren in der Anlage in Ovelgönne Zwangsarbeiter eines Außenlagers von Bergen-Belsen untergebracht. Nach dem Krieg wurde das Landheim dann wieder von der Schule genutzt und auch anderen Schulen zur Verfügung gestellt. 2006 trennte sich die Humboldtschule von ihrem Landheim.

Dierk Schäfer schreibt über die Landheimaufenthalte in seinen Erinnerungen Kindheit und Jugend in Linden:

Unser Schullandheim bei Celle war ein Kapitel für sich. Über die Vergangenheit des Landheims hat man uns nichts erzählt. Fast jedes Jahr ging es ins Schullandheim. Dort gab es Heide und nochmal Heide, - und lange Wanderungen, damit wir nachts müde waren. Welch ein Irrtum! Das Landheim war teuer. Monatlich wurde das „Landheimgeld“, eine-Mark-dreißig, eingesammelt, das gehörte zu den „Klassengeschäften“ von Atze, mit viel Aufregung. Der Aufenthalt kostete zusätzlich. Als man das Heim endlich aufgeben wollte, bekam die Schule dummerweise eine zweckgebundene Erbschaft. Die Eltern eines Ehemaligen, im Krieg „gefallen“, hatten das Geld gestiftet. 

Das war zu der Zeit, als die Humboldtschule noch in der Beethovenstraße untergebracht war. 1962 erfolgte dann der Umzug nach Linden-Süd in die Ricklinger Straße 95.

Auf vorliegender Ansichtskarte ist ein Teil der Landkeim-Anlage des Lindener Gymnasiums in Ovelgönne zu sehen. Die Aufnahme entstand vermutlich Anfang der 1970er-Jahre. Mit der Karte teilt eine Schülerin aus Duisburg 1975 ihren Eltern mit, dass sie gut in Ovelgönne angekommen ist und dass es zum Abendrot Kartoffelsalat mit Würstchen gab. Sie war mit drei weiteren Mädchen in einem Vierbettzimmer untergebracht.
(WE)

Urheber: keine Angabe
Sammlung: Engel / Franke
Zeitliche Einordnung: 1975
Ort: Ricklinger Straße 95