Dienstvertrag: Lindener Thalia-Theater mit Emmeline Schenk, 23.1.1948
Thalia-Theater Linden
Dienstvertrag zwischen dem Thalia-Theater G.m.b.H. vertreten durch Agnes Brüning (1) und Fräulein Emmeline Schenk. Danach wurde Emmeline Schenk für die Zeit vom 1.8.1948 bis 31.7.1949 als Mitglied der Kunstgattung Operette und Schauspiel und für das Kunstfach als 1. Chorsopran angestellt.
Die Monatsgage betrug 350.- Reichsmark. In dem Vertrag findet sich am Ende folgende Klausel:
Sofern eine Geldreform eintritt, sind die gesetzlichen Bestimmungen maßgebend. Härten werden von Fall zu Fall in beiderseitigem Einverständnis in Verbindung mit dem Betriebsrat geregelt.
Dann folgen die Regelungen des Tarifvertrages zwischen dem Deutschen Bühnenverein und der Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehörigen und zahlreiche weitere Regelungen für spezielle Gruppen (Wanderbühnen, technische Bühnenvorstände, Büroangestellte, Theaterfriseure, Inspizienten, Souffleure).
(AS)
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(1) Zu Agnes Brüning finden sich von Horst Deuker folgende Anmerkungen bei Lebensraum Linden:
Direktorin war Agnes Brüning. Sie kam aus Hamburg und begann nun eine sehr interessante Theatergruppe aufzubauen. Übrigens wohnte sie mit ihrem Mann Theo Pöppinghaus laut den Hannoverschen Adressbüchern noch bis 1954 in der Petristraße 1 in Linden-Süd. Bereits am 2. Februar 1947, nur zwei Monate nach der GmbH-Gründung, begannen die Probearbeiten für das Singspiel „Das Dreimädelhaus" in der Bearbeitung von Berté und mit der Musik von Franz Schubert. Und schon einen Monat später, am 1. März 1947, war Premiere, die sehr gute Resonanz fand. Uschi Hoffmann, Willy Wissiak, Lilly Krayer von Wackerbarth und Rolf Schendel waren die ersten herausragenden Kräfte. Auf dem Theaterzettel firmierte die Thalia-Theater GmbH als „Deutsch-Englisches Theater".
Ort: Göttinger Straße 1 Personen: Schenk, Emmeline; Brüning, Agnes






